Fridolin

Ich stelle mich vor einen Baum, welchen ich – wenn ich spazieren gehe – treffe.
Hab ihn Fridolin genannt ­čÖé
Er l├Ąuft nicht weg, kennt keine Angst, steht immer an derselben Stelle. Bleibe immer kurz von ihm stehen, spreche ihn kurz an, frage wie es ihm geht.
Der Fridolin freut sich dar├╝ber, schaut zu mir herunter,
und rauscht mit seiner November-gelben Krone.
„Sch├Ân, dass Du mich begr├╝├čt.
Darfst Dir zwei, drei gelbe Bl├Ątter pfl├╝cken, doch lass mir noch die gr├╝nen.“
Ein guter alter Baum, trotz seiner vielen Narben.
Dann sage ich „Auf Wiedersehen bis zum n├Ąchsten Mal, mein Freund!“ Gehe mit seinen bunten Herbstgr├╝├čen. Er wartet gewiss wieder auf mich .